Entwicklung einer Handreichung für die technische Bildung

Die Möglichkeiten und Chancen, die eine Bildung im Bereich Technik bietet und deren Wichtigkeit für den Alltag und das Funktionieren in unserer Gesellschaft, haben dazu geführt, dass dieses Thema auch in vielen Bildungs- und Orientierungsplänen der Bundesländer aufgegriffen wird. Diese Tatsache stellt für die Fachkraft eine Herausforderung dar, weil bisher dieser Themenbereich nicht systematisch bearbeitet wurde.
Die Handreichung für den Bereich technische Bildung will diese Lücke schließen und die Fachkräfte darin unterstützen, diesen Bildungsbereich nach aktuellen pädagogischen und entwicklungspsychologischen Erkenntnissen in Bezug zu den in den Bildungsplänen vorgegebenen Inhalten umzusetzen.
Um einen einheitlichen Bezugsrahmen für alle Bundesländer hinsichtlich der Ziele zu gewährleisten, wurden die nationalen Bildungspläne analysiert und durch internationale Curricula und Fachbeiträge ergänzt. Ziel ist es, den Kindern Zeit und Gelegenheit zu geben, sich mit technischen Inhalten im Rahmen ihrer Alltagshandlungen auseinanderzusetzen und durch die entsprechende Vermittlung, diese Inhalte auch als technische Inhalte wahrzunehmen. Dabei werden technische Phänomene für die Kinder begreifbar und sie lernen, Zusammenhänge zu durchschauen. Indem schrittweise mehr Struktur in die Aktivitäten eingeführt wird, weitere Kontexte einbezogen werden und die Kinder sich mit anderen darüber auseinandersetzen, vertiefen sie ihre Kenntnisse.
Der Bereich der technischen Bildung fördert jedoch nicht nur den Aufbau und die Erweiterung inhaltlicher Konzepte, sondern die Kinder entwickeln ihre Basiskompetenzen insbesondere im Bereich des Problemlösens und der Kreativität weiter. Die Kinder experimentieren, sie sind offen für verschiedene Möglichkeiten, sie lernen, alte Wege mit neuen zu verbinden und Probleme auf verschiedene Art und Weise zu sehen. Insbesondere beim Entwerfen, Bauen und Konstruieren können die Kinder ihre Ideen äußern, umsetzen und anschließend im Sinne eines Problemlöseprozesse evaluieren, ob sie ihr Vorhaben erreicht haben.
Den Fachkräften werden zur Umsetzung dieser Ziele neben anschaulichen Handlungskonzepten auch konkrete Projekte und Aktivitäten, die gemeinsam mit der Praxis entwickelt werden, geliefert. Zusätzlich werden aktuelle entwicklungspsychologische und erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse so aufbereitet, dass eine entwicklungsangemessene Umsetzung möglich ist.
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